________FORSAKEN
Das Leben ist eins der seltsamsten...

Ich weiß gar nicht, woher ich das habe, es hört sich so nach Zitat an...

Aber es stimmt.

Wie ich zu dieser tollen Erkenntnis komme? Das liegt daran, dass ich es jetzt fürs Kindergeld nicht mehr nötig habe einen Sprachkurs zu finden und jetzt stoße ich natürlich prompt auf einen...

 

Jetzt aber zu den letzten Tagen:

Montag und Dienstag hatte Padraig noch mal frei, um Darren und David zur Schule fahren, beziehungsweise abholen zu können. Da er dadurch morgens auch die Zeit hatte zu helfen die beiden fertig zu machen, kam ich mir ziemlich unnötig vor.

Bis auf ein bisschen aufräumen hatte ich auch den Rest des Vormittags nichts zu tun.

Mittags war außer mir nur Jackie zu Hause, da Padraig und David bei einer Physiotherapeutin (ich hoffe man schreibt das so) waren und erst gegen 2 Uhr nachmittag wiederkamen.

Also habe ich die Zeit dann damit verbracht, zu lesen und Computer zu spielen.

Als Jackie gegen halb 5 endültig nach Hause kam, brachte sie Juliane mit, das Au-pair Mädchen mit dem ich Sonntag telefoniert habe und mit der ich nach Cork fahren würde.

Sie ist wirklich sehr nett und redet sehr viel, ganz im Gegenteil zu dem anderen Au-pair, das ich ganz am Anfang getroffen hatte.

David war ganz verwirrt als sie hereinkam und schaute mit großen Augen zwischen mir und ihr hin und her *g*

Später beim Abendessen meinte er dann auch sich aufspielen zu müssen, was von Padraig sehr schnell wieder unterbunden wurde.

Nach dem Essen fuhr uns Jackie zur Bushaltestelle in Clon, von wo aus wir den Bus nach Cork nahmen. Eine Stunde dauerte die Fahrt und wir stellten fest, dass wir bestimmt nicht regelmäßig nach Cork fahren würden.

Abgesehen von der Länge war die Busfahrt aber recht angenehm, wir haben uns eigentlich über alles mögliche unterhalten – von unseren Familien bis hin zu Religion *g*

In Cork City hatte wir schwierigkeiten das Café in dem das Au-pair Treffen stattfinden sollte zu finden und mussten erst einmal gut 20 Minuten suchen, bis uns auffiel, dass wir schon 3 mal dran vorbeigelaufen sind ohne es zu bemerken, da der Name nur auf der Fensterscheibe stand und nicht irgendwie noch ein Schild darauf hinwies.

Obwohl wir immer noch etwas früh waren, war es schon ziemlich voll, aber soweit wir feststellen konnten waren eigentlich nur Mädchen aus Cork City da, die, die am nächsten an uns dran wohnten, waren immer noch in Bandon, eine halbe Stunde mit dem Bus entfernt.

Die Frau von der Agency hier in Irland kam etwas später und der einzige Weg, in dem sie sich um uns kümmerte, war zu fragen, ob jemand eine Bescheinigung wegen Kindergeld braucht. Mit dieser Bescheinigung, die ich Montag oder so zugeschickt bekomme, ist es jetzt nicht mehr so dringend, dass ich einen Sprachkurs finde, auch wenn ich mir trotzdem einen suchen werde.

Schon allein um hier mehr Leute kennen zu lernen.

Und weil ich gerne Irisch können würde.

Für die Rückfahrt hatten wir entweder die Möglichkeit einen Bus um viertel nach acht zu nehmen oder einen um viertel vor elf, der aber nur bis Bandon fahren würde, wo uns dann mein Gastvater abholen würde. Der Nachteil bei dem früheren Bus war, dass das Treffen offiziell bis zu der Abfahrtsuhrzeit gehen würde, aber wir entschieden uns dann früher zu gehen, weil es ja keinen Sinn hatte großartig Kontakt zu den ‚Stadtau-pairs’ auf zu nehmen, da man sich so selten sehen kann.

Mit ein wenig Beeilung schafften wir es dann auch noch den Bus zu erwischen und der Busfahrer war sogar so nett, statt einem erneuten Ticket für 11,50 unsere alten Tickets für 3,80 in ‚returntickets’ um zu wandeln.

Auf der Rückfahrt überlegten wir, uns vielleicht in Clonakilty oder Umgebung mit den anderen Au-pairs die Juliane schon kennt regelmäßig zu treffen, da die Au-pairs letztes Jahr das auch so gemacht hatten und es ganz gut funktioniert hat.

Das heißt jetzt natürlich nicht, dass ich keine Leute von ‚hier’ kennen lernen möchte.

 

Gestern dann konnte ich ausschlafen, weil Padraig, wie schon erwähnt, zu Hause war und morgens geholfen hat.

Ab Mittags hatte ich dann wieder einen ‚normalen’ Tagesablauf, mit bügeln, auf David aufpassen und Kartoffeln waschen

 

Naja, und heute war bisher eigentlich auch alles Routine, so mit vormittags eigentlich frei, nur staubsaugen und Wäsche in den Trockner schmeißen.

Da ich hier viel zu wenig Bewegung habe, wollte ich eigentlich ne Stunde Fahrrad fahren, das bisschen Nieselregen, das schon den ganzen Tag viel ignorierte ich einfach mal, aber kaum dass ich 5 bis 10 Minuten unterwegs war, fing es an wie aus Kübeln zu schütten - ‚it was raining cats and dogs’

Als ich merkte, dass es damit erst mal nicht mehr aufhören würde, drehte ich um, aber trotzdem war ich bis auf die Haut durchnässt, bis ich wieder ins Trockene kam.

Außerdem hatte ich den Einfall, das Community College einfach mal an zu schreiben und zu fragen, ob sie Irischkurse anbieten und innerhalb einer Stunde hatte ich die Antwort, dass sie das tun und einen Kursplan. Wie gesagt, kaum ist der Druck weg, klappt alles...

 

Ich hatte Jackie morgens so verstanden, dass sie David Mittags mit nach Hause bringen würde, also dass sie so gegen 1 Uhr da sein würden, weshalb ich dann etwas überrascht war, als Jackies Mutter ihn um viertel nach 12 brachte, aber später wurde mir gesagt, dass das erst ab morgen gilt.

Am frühen Nachmittag hatte auch Padraig schon Arbeitsschluss, sodass er mit dem erfreuten Darren Hausaufgaben machen konnte. Also natürlich war Darren nicht über die Hausaufgaben erfreut, sondern darüber, dass sein Vater sie mit ihm machte

Später waren wir dann noch mal zu dritt (Darren, Padraig und ich) in Clon, in der Bücherei und kurz noch was einkaufen.

 

Während wir weg waren hatte wohl Juliane (Jule) angerufen und als sie später nochmal anrief verabredeten wir uns für später abends in Clon.

Wie sie mir später erzählte, als wir in Clon rumliefen, hatte sie einen schlechten Tag, weil eins ‚ihrer’ Kinder total am durchdrehen war und dann noch das ‚tolle’ Wetter und so alles zusammen.

Da hatte sie Maria, ihre Gastmutter, gedrängt aus zu gehen, weshalb sie dann angerufen hatte.

Was ich etwas seltsam zu erfahren fand, war dass Jackie sich wohl Sorgen darüber gemacht hat, dass ich im Prinzip nur mit ‚meiner’ Familie bisher was gemacht habe und ob ich mich dann überhaupt wohl fühle...

Außer durch die Straßen zu laufen waren wir später auch noch in einem Pub, der aber sehr leer war – am Anfang außer uns nur ein alter Herr und am Ende 4 Leute...

Irgendwie neigen wir zu komischen Gesprächen, diesmal haben wir uns u.a. über Geschichtsthemen wie zum Beispiel die Befreiungskriege oder die französische Revolution unterhalten *g*

Natürlich habe wir auch über normale Sachen gesprochen, zum Beispiel dass wir eventuell mit einem anderen Au-pair am Samstag nach Cork fahren könnten, zum shoppen, bzw. bummeln.

16.9.08 20:17
 


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