________FORSAKEN
Die letzte Woche

Ja, ich weiß, die Abstände in denen ich schreibe werden immer länger. Das liegt wohl daran, dass ich mich schwer tue abends noch etwas zu schreiben, wenn ich ‚Feierabend’ habe.

Dass ich mich nur zu leicht ablenken lasse, trägt auch noch dazu bei, vor allem wenn mein icq an und andere Leute on sind. Und wenn diese off gehen, gehe ich meistens auch schlafen.

 

So, jetzt aber wirklich zum Bericht der letzten Woche. Über welchen Tag habe ich als letztes geschrieben? Ah, ich seh schon, Freitag.

Samstag war ‚meine’ Familie in einem großen Tierpark, während ich zu Hause blieb. Dies lag nicht etwa daran, dass die Stimmung irgendwie total niedergeschlagen gewesen wäre, sondern daran, dass ich einfach etwas Ruhe wollte/ brauchte.

Deshalb blieb ich allein zurück, räumte etwas auf, wusch meine Wäsche und guckte später ‚Edward Scissorhands’. Den Film werden wohl alle kennen, oder? Ich kannte ihn nicht, aber ich kenne ja kaum Filme ;-)

Seeehr süß und traurig muss ich sagen, auch wenn ich irgendwie mehr Musik erwartet hätte – es ist schließlich ein Tim-Burton-Film.

Danach hatte ich nichts mehr zu tun und prompt erwischte mich das Heimweh *sfz* Vor allem, weil auch kein Mensch bei icq on war, alle waren auf den Din-Tagen oder sonst wo... Aber ich habe es überlebt, wie man merkt.

Am nächsten Tag war ich dann schlauer und fuhr mit zum Wald, wo wir spazieren gingen und picknickten. Anschließend gingen wir noch in Rosscaberry in einen Pub, wo David versuchte jede Menge Unsinn anzustellen, was aber alles von uns drei Erwachsenen vereitelt wurde *g*

Auf dem Weg nach Hause holten wir dann Pizza und Pommes (habe ich schon erwähnt, dass sie hier echt Essig auf Pommes machen? Bäääääh!), die es zum Abendessen gab.

Das war der letzte Tag der Ferien für die beiden ‚Monkeys’, wie Jackie sie manchmal nennt, gewesen, das heißt auch der letzte Tag zum ausschlafen außer am normalen Wochenende.

Montag morgen wurde dann um 8 Uhr gefrühstückt, mit den beiden Jungs noch im Schlafanzug.

Da Padraig (inzwischen habe ich es sogar drauf, den Namen richtig aus zu sprechen, nämlich wirklich ‚Padrig’, mit einem a und keinem ä oder so etwas...) sich Davids ersten beiden Schultage frei genommen hatte, hatte ich außer Tisch abräumen eigentlich nichts zu tun, da er sich darum kümmerte, dass David in seine Uniform kam.

Ist schon irgendwie seltsam, dass sie hier alle Schuluniformen tragen. Und die sieht vor allem an so kleinen Kindern extrem niedlich aus, mit Hemd und Krawatte. Keine richtige Krawatte, die man mit einem Krawattenknoten binden müsste, sie sieht nur so aus, ist aber mit einem Gummiband fixiert, also nicht so gewöhnungsbedürftig wie eine richtige.

Darren hasst sie trotzdem.

Aber er hasst Schule generell.

Entgegen aller Befürchtungen ließ sich David die Uniform ohne Probleme anziehen, die Krawatte findet er sogar richtig toll. Sein erster Schultag – Jackie hatte Tränen in den Augen, vor Rührung und weil sie daran denken musste, wie ihr nach seiner Geburt gesagt worden war, dass er eventuell so stark behindert ist, dass er noch nicht mal gehen kann und weil er jetzt auf eine normale Schule geht... Und teils weil es einfach die Aufgabe einer Mutter ist, bei so etwas zu weinen.

Nach ein paar Fotos mit den beiden Jungs, wobei Darren auf mindestens einem sehr grimmig guck, fuhren sie dann gegen halb 8, ähm 8:30 ab. In Irland sind diese beiden Uhrzeiten das gleiche, weil viele Leute das ‚past’ bei ‚half past eight’ weglassen.

Ich räumte dann nur zuende auf und hatte dann frei, bis Padraig um 12:30 mit David wiederkam. Eigentlich hatte dieser schon eine Stunde früher aus gehabt, aber er wurde erst noch den beiden Großmüttern ‚präsentiert’.

Als David dann jedenfalls da war, hieß es erst einmal raus aus der Uniform, damit sie bloß nicht dreckig wird, was bei Daivy seeeehr schnell passiert.

Müde von der Schule war er recht leicht zu ‚handhaben’, um genau zu sein saß er die meiste Zeit vor dem Fernseher, abgesehen von der Zeit, in der wir zu Mittag aßen, mit Padraig und Jackie, die in ihrer Pause immer nach Hause kommt.

Gegen viertel nach drei kam dann auch Darren nach Hause, bekam etwas zu Essen und schaute fern.

Ich musste eigentlich kaum etwas tun, da Padraig sich eigentlich um mehr oder weniger alles kümmerte.

So gegen halb 5 kam dann Jackie von der Arbeit nach Hause und ich hatte frei.

Natürlich habe ich dann noch zu Abend mit ihnen gegessen und ein wenig mit Jackie und Padraig gequatscht.

Dieser Ablauf war jetzt praktisch der Standard, wenn nicht irgendwas ungewöhnliches geschieht (wie zum Beispiel Ferien) läuft es immer so ab, nur dass Padraig halt nicht vor Nachmittags da ist.

Am Dienstag bat mich Jackie vormittags ein wenig zu bügeln – ja, da ist das bügeln, du hattest ja recht Charly *g* aber ich habe es ganz zufriedenstellend hinter mich gebracht, es war ja auch nicht wirklich viel.

Über die anderen Vormittage verteilt habe ich dann auch noch gestaubsaugt, das Spielzimmer aufgeräumt und die Betten der beiden Jungs frisch bezogen.

Ach ja, und Donnerstag vormittag war ich in der Stadt während David in der Schule war, also Jackie hat mich mit hingenommen, als sie die Jungs zur Schule gebracht hat und später wurde ich von ihrer Mutter wieder mit zurück genommen, die auch David nach Hause brachte.

In Clon habe ich mir eine CD von ‚The Pogues’ gekauft, die mir empfohlen wurden, als ich nach Musik in der Richtung der Dropkick Murphys gefragt habe, also irischem Punk.

Mit der CD die ich bekommen habe, bin ich sehr zufrieden. Eventuell könnte man ‚Fairytales of New York’ kennen.

 

Abends rief ich auch noch zu Hause an, da Charly ja Geburtstag hatte. Schon seltsam mal wieder deutsch zu sprechen, sonst habe ich ja höchstens auf deutsch geschrieben...

Am Samstag genoss ich es erst einmal ausschlafen zu können, räumte dann ein bisschen auf und war dann noch mal ein wenig in der Stadt bummeln, während Jackie beim Friseur war.

Nachmittags schien draußen die Sonne, sodass ich mich zu Darren und David auf dem Trampolin gesellte und stundenlang auf und ab hüpfte, jedesmal wenn ich aufhören wollte, von einem ‚bounce me, come on, pleeeeease’ zum bleiben bewegt.

Ursprünglich wollten Jackie und Padraig abends etwas zu zweit trinken gehen, aber Padraigs Mutter rief an und fragte ihn, ob er vielleicht abends auf seinen Vater acht geben könnte und natürlich konnte er nicht ‚nein’ sagen.

Im Nachhinein war ich ganz froh darüber, da ich, wahrscheinlich vom ganzen Hüpfen, leichte Kopfschmerzen hatte und so schon gegen 9 ins Bett gehen konnte.

12 Stunden später stand ich dann wieder auf und es war Sonntag, also heute – welch eine Überraschung *g*

Vormittags rief ein Au-pair Mädchen von einer mit Jackie befreundeten Familie an, mit der ich morgen nach Cork zu dem Au-pair-Treffen fahren werde. Wir haben einige Zeit gequatscht und sie klingt sehr sympathisch, mal schauen wie es wird, sie morgen ‚face to face’ zu sehen.

Später fuhren wir dann nach Cork, bzw. zu einer Mall ein wenig außerhalb, wo die drei ‚Jungen’ ind Kino gingen (Hellboy), Jackie nach Kleidung guckte und ich mein Geld für ein Buch (The awakened Mage, ein Fantasyroman) und eine DVD (X-Men) ausgab.

Auf dem Rückweg war ich trotz 12 Stunden Schlaf seltsamerweise am gähnen und etwas angenervt von David, der die ganze Zeit rumkasperte.

Naja und jetzt sitze ich halt hier vor meinem Laptop, schreibe mit Felix und das hier.

Schon komisch, übermorgen bin ich einen Monat hier...

Ich bin mal gespannt auf morgen. Vielleicht hat Vivien, die Leiterin der Au-pair-agency hier auch eine Lösung für mein Sprachschulenproblem...

7.9.08 22:01
 


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