________FORSAKEN

So viel also zum regelmäßigem Schreiben...

Ich weiß, ich habe schon seit 2 Wochen nichts mehr geschrieben – Schande auf mein Haupt. Es ist ja noch nicht ein mal so, dass viel passiert wäre, eher im Gegenteil. Ok, ein bisschen was war schon los:

Drei mal hatte ich jetzt schon Irisch und natürlich bin ich die Jüngste dort. Die Sprache selbst ist völlig ungewohnt, weil die bisherigen Sprachen, die ich gelernt habe (Englisch, Französisch) sind so populär, dass zu Hause eigentlich jeder ein paar Wörter kann oder zumindest schon mal gehört hat. Mit Irisch ist es aber überhaupt nicht so – oder fällt euch spontan jemand ein, der Irisch kann? Mir auf jeden Fall nicht.

Was wir bisher so gemacht haben? Aussprache (die ich noch üben muss), Begrüßungen, Zahlen und gestern Lebensmittel und Fragen wie ‚Wo kommst du her?’ (Cad as duit?), ‚Wie heißt du?’ (Cad is ainm duit?) und so etwas. Halt das, mit dem man in jeder Sprache anfängt.

Inzwischen habe ich mir auch eine Software hier aus der Bücherei ausgeliehen, die sehr beim lernen – vor allem der Aussprache – hilft. Es ist seltsam in einer Fremdsprache (die man zwar gut beherrscht, die aber nichts desto trotz nicht die Muttersprache ist) eine zweite Fremdsprache zu lernen.

Meine Aufzeichnungen dieser Stunden sehen aus diesem Grund auch... seltsam aus, da sich insgesamt 3 Sprachen über die Seiten verteilen – mal schauen, vielleicht poste ich hier mal ein Foto von einer solchen Seite, dann könnt ihr es selbst sehen.

 

Ich weiß nicht, ob ich das im letzten Eintrag schon erwähnt habe, aber in der inzwischen vorletzten Woche waren Jackie und Padraig auf einer Hochzeit im County Dublin. Natürlich waren sie nicht die ganze Woche weg, immerhin müssen die beiden arbeiten.

Nein, tatsächlich fuhren sie am Donnerstag Abend los und waren Samstag Abend wieder zurück. Dadurch hatte ich die Verantwortung für die beiden ‚Ragen’, zumindest tagsüber. Von Donnerstag auf Freitag schlief Anne und in der Nacht auf Samstag Tracey hier. Beide sind Freundinnen von Jackie und dass sie hier waren, war kein Zeichen des Misstrauens mir oder meiner Fähigkeit mit den beiden fertig zu werden, sondern nur eine Unterstützung falls nachts etwas sein sollte, denn schließlich kann ich kein Auto fahren und mir wäre es damit auch unmöglich zum Arzt oder ins Krankenhaus zu fahren.

Donnerstag machten sich meine Gasteltern ziemlich bald nach dem ‚Dinner’ auf den Weg sobald Jackies Mutter da war, die auch mitfuhr. Recht früh ließ sich David bereitwillig ins Bett stecken und dann spielte ich noch ein wenig mit Darren, bis Anne gegen viertel nach 8, halb 9 kam. Dann hieß es auch für ihn ‚Schlafenszeit’ und ich unterhielt mich noch eine ganze Weile mit ihr, bevor wir beide schlafen gingen. Irgendwas an ihr erinnert mich an Frau Laurent – ähm, Schauerte ;-) allerdings ist sie mir wesentlich sympathischer als diese.

In der Nacht wachte ich ständig auf, wie eigentlich immer, wenn ich auf keinen Fall verschlafen darf. Morgens kümmerte ich mich dann ums Frühstück, machte David fertig und glücklicherweise waren die beiden Jungs auch sehr kooperativ, wodurch Anne sich nicht mit ihnen auseinandersetzen musste. Sie findet Kinder nämlich total toll, kann sich aber überhaupt nicht durchsetzen, wie mir Jackie vorher erzählt hatte. So klappte alles jedoch super. Nachdem sie sich zur Schule aufgemacht hatten, machte ich die übliche Hausarbeit (bügeln, das Gästebett neu beziehen u.ä.) und hatte dann frei.

Gegen 13 Uhr holte mich dann ein Taxi hier ab, das mich zu Davids Schule fuhr, wo ich ihn abholte und wir beide dann von dem Taxi nach Hause gefahren wurden. Der Nachmittag war dann wie immer, abgesehen davon, dass wir nicht wie sonst um 6 zu Abend aßen, sondern erst eine gute Stunde später, als Tracey mit der Pizza kam. Danach schauten wir noch eine DVD (The waterhorse, es geht um das Monster von Loch Ness, das halt ein ‚Waterhorse’ ist) und gingen recht früh zu Bett, was auch gut war, da die beiden Jungs schon ziemlich früh (halb 8) Lärm machten. Zum Frühstück machte ich mit Darrens Hilfe Smoothies und ab halb 11 war ich dann für 1 ½ bis 2 Stunden alleine, weil Darren Rugby Training hatte und Tracey, die ihn dort hinfuhr während dieser Zeit mit David spazieren ging.

Nachmittags waren wir dann auf dem Spielplatz in der Stadt, sammelten danach Kastanien und waren dann wieder zu Hause, wo sich Tracey auch bald wieder verabschiedete, sodass ich mit den beiden alleine war. Erst waren wir draußen auf dem Trampolin und später guckten David und ich den ‚The Simpsons’-Film.

Darren war während letzterem draußen und schmollte, weil ich ihn erst gebeten habe Davids Schuhe zusammen mit seinen nach Drinnen zu holen und als er nur seine brachte, ihn wieder raus schickte, um Davids zu holen, was er ja soooo ungerecht fand... *Augen verdreh* Als der Film zu Ende war, kamen auch meine Gasteltern zusammen mit Jackies Mutter und ihrem Bruder, Onkel Raymond, der Darrens großes Idol ist, wieder und ich hatte wirklich Wochenende.

Abends telefonierte ich dann mit Lisa, die so einen seltsamen Handyvertrag hat, dass sie 100 Minuten im Monat kostenlos ins Ausland telefonieren kann und es war sehr schön, mal wieder ihre Stimme zu hören.

Sonntag (28.09.) waren wir alle ziemlich faul, Darren war stark erkältet, das Wetter draußen war verregnet und so schliefen wir lang und guckten danach DVDs. Zuerst Ghost Rider, eine Comicverfilmung mit Nicolas Cage und danach 21, das war der Film mit den Mathematikern die durch zählen in Las Vegas beim Black Jack alles abräumen.

Naja, Montag und Dienstag waren zwei ganz normale Tage, Dienstag abend war ich halt beim Irisch, wie weiter oben schon angesprochen (bzw. angeschrieben ;-) ).

Mittwoch abend war ich alleine zu Hause, da die anderen mal wieder bei Jackies Eltern und Bruder waren. Ich machte mir währenddessen einen gemütlichen Abend mit Tiefkühlpizza.

Donnerstag abend hatte ich dann Streit mit Darren. Wobei, Streit ist eigentlich zu viel gesagt ist, es war mehr ein Auslassen der schlechten Laune von seiten Darrens. Schon Mittwoch war er sehr launisch aus der Schule gekommen, hatte sich dann aber relativ schnell nach den Hausaufgaben wieder eingekriegt, aber Donnerstag war er nicht nur launisch, sondern als ich ihn ignorierte, meinte er mich auf den Hinterkopf schlagen zu müssen, was ich natürlich überhaupt nicht gut fand und ihm auch sagte. Als er daraufhin keine Reue zeigte, erzählte ich seinen Eltern später davon, woraufhin er wirklich mächtig Ärger bekam.

Und das verdient finde ich, ich war nämlich wirklich sehr fertig danach (so richtig mit heulen, was mir seeehr unangenehm war, aber ich heule halt immer wenn ich mich aufrege...), weil eigentlich kommen wir beiden sehr gut miteinander zurecht, bloß dieses angenervt sein nach der Schule geht mir gehörig auf den Wecker und er weiß, dass man nicht schlägt. Auf die Standpauke seiner Eltern reagierte er erst mal zornig, aber später – nachdem auch noch sein geliebter Onkel Raymond ihm gesagt hat, er sei ‚disgusted with his behavior, and that you never, never, nerver hit a girl’ – kam er dann zu mir und hat sich unter Tränen entschuldigt. Und natürlich bin ich nicht nachtragend – wie ihr wisst. Ich glaub auch nicht, dass er so etwas noch mal machen wird, schon allein wegen der Drohung seiner Eltern, dass er in den Homework-club muss nach der Schule statt nach Hause zu kommen, wenn er mit mir nicht klar kommt. Und sie haben mir noch mal gesagt, wie begeistert sie von mir sind :-) sowas hört man immer gerne *smile*

Samstag war ich dann in Cork, ein bisschen bummeln und so, hab mir Schal und Handschuhe in knallrot gekauft *g* und natürlich Bücher und ein Geschenk für Darrens Geburtstag am 9.10., nämlich zwei Spielzeugkühe, da er in seinem Zimmer eine richtige Spielzeugfarm hat und sich immer über neue Tiere dafür freut.

Sonntag war ich am Nachmittag in Clonakilty, wo sich mehrere Au-pairs aus der Gegend trafen, unter anderem auch die, die ich schon kannte, wie ich nicht sonderlich begeistert feststellte.

Dienstag hatte ich dann wieder Irisch und Mittwoch nachmittag war ich mit Darren alleine, weil David einen Termin in Cork hatte. Da recht gutes Wetter war (zumindestens regnete es nicht) fragte ich Darren, ob er lust habe, etwas Fahrrad zu fahren und natürlich wollte er. Nachdem ich ihn erst mal durch meine Mechanikerfähigkeiten beeindruckte – sein Fahrradsattel und Lenker waren zu niedrig und mussten höher gestellt werden, zum Glück hat Padraig eine recht gut eingerichtete Werkstatt – fuhren wir bis nach Clon und ich war wirklich überrascht, dass er durchhielt, weil es schon eine ganz schöne Strecke ist. Dort gab ich ihm was zu trinken aus und wir sammelten noch ein paar Kastanien und dann ging es auch schon wieder zurück, ganz nach dem Motto ‚Der Weg ist das Ziel’ was in diesem Fall ja auch stimmte.

Ziemlich früh schon ging für ihn abends zu Bett, denn am nächsten Tag war DER Tag – sein 9. Geburtstag! ;-) Zu unser aller Überraschung wollte er seine Geschenke nicht direkt morgens, sondern erst Nachmittags und so gab es morgens nur einen Heliumballon mit ‚Happy Birthday’ drauf und natürlich den Kuchen+Gesang. Nachmittags bekam er dann einen Spielzeugtraktor, ein wirklich großes Buch über Traktoren und die Kühe. Ach ja, außerdem kamen noch jede Menge Geburtstagskarten von Verwandten und Bekannten und alles in allem waren es über 200 € Abends ging ich schon um 7 ins Bett, weil mein Hals weh tat und ich mich allgemein auch ziemlich krank fühlte.

Dort – also in meinem Bett – war ich auch so ziemlich den ganzen Freitag vormittag und schlief, aber danach ging es mir schon wieder besser und ich konnte Nachmittags auch meiner Pflicht auf David auf zu passen nachkommen, auch wenn ich ihn ausnahmsweise eine DVD anschauen ließ, was ihn sehr still und folgsam machte.

Samstag war dann sein Kindergeburtstag, zu dem seine drei besten Freunde eingeladen waren. Nur drei, weil sie Quad (ich hoffe man schreibt es so) fahren gingen und es mit mehr Leuten 1. unmöglich geworden wäre sie zu transportieren und 2. es zu teuer geworden wäre. Vor- und nachher machten sie das Haus und den Garten unsicher und ich war sehr froh über meinen Zimmerschlüssel, denn durch diesen konnte ich mich vor ihnen retten, auch wenn ich vorher erschossen wurde von Darrens Spielzeuggewehr ;-) Einer der Jungs blieb über Nacht und so mussten Jackie und ich, die wir ‚No reservations’ gucken wollten, die beiden erst mal in den Playroom scheuchen. Padraig war abends noch was mit Raymond trinken, weshalb ich Jackie Gesellschaft leistete und wir halt diesen ziemlich romantischen Film guckten.

Gestern dann schliefen wir erst mal lange aus und fuhren dann nachmittags nach Baltimore in der Nähe von Skiberren, so ziemlich dem südlichsten Punkt der Insel. Dort gingen wir etwas spazieren, während sich David, der im Kinderwagen saß, sich wie ein wahrer Demon verhielt. Später waren wir noch auf einem Spielplatz dort und aßen in einem netten kleinen Restaurant zu Abend – ich hatte seeeehr leckere Miesmuscheln, hmjamjam *smile* Auf der Rückfahrt saß Jackie hinten bei den Beiden Jungs, weil David herumzappelte, als hätte er Hummeln im Hintern und sich durch mich auch davon nicht abbringen ließ.

Naja und heute war eigentlich nichts besonderes, ein ganz normaler Tag halt, vielleicht davon abgesehen, dass ich ziemlich früh zu Bett gehen werde, weil mein Hals nämlich immernoch kratzt wie doof, ich hoffe mal, dass es durchs schlafen besser wird...

So, das war’s erst einmal, jetzt habe ich es auch geschafft das tatsächliche Geschehen wieder ein zu holen. Hoffen wir mal ich versäume es das nächste Mal nicht wieder so lange... Hab euch alle lieb! *knuddel*

 

PS:so, ich hoffe jetzt sind genug absätze drin um es lesbar zu machen

14.10.08 10:15


So Schnuckis, jetzt bekommt ihr auch mal wieder was zu lesen.

Dass ich seit ner Woche (sooo lange ist das also gar nicht her) nicht geschrieben habe, liegt daran, dass ich in der Zeit, wo ich in Schreiblaune war, lieber versucht habe meinen Stapel unbeantworteter Briefe abzu’arbeiten’, was den zusätzlichen Vorteil hatte, dass ich dabei draußen sitzen konnte.

Ja, genau, draußen – hier scheint nämlich seit gut einer Woche die Sonne, das heißt es fühlt sich fast an wie Sommer ;-)

Das einzig störende dabei ist, dass es schon Ende September ist, also schon Spätsommer und damit wohl bald Herbst mit Regen, Regen und noch mehr Regen... Der Winter wird dann auch aus lauter Regen bestehen. Schnee hatten sie hier seit Jahren nicht mehr. Und wenn ich Jahre sage (ähm, schreibe) meine ich viele Jahre, denn weder Padraig noch Jackie können sich an Schnee erinnern...

Aber vielleicht werde ich dann Schnee haben, wenn ich zu Hause bin, die zwei Wochen, mal schauen – aber das ist ja noch hin...

Nicht nur die Sonne die durch meine Fenster scheint (ich habe 2 die nach Süden gehen und eins das nach Osten geht) vermittelt den Eindruck von Sommer, auch die Musik, die ich im Moment höre ( Kleingeldprinzessin ) ist sehr beschwingt – danke noch mal an dich, Mary, fürs empfehlen...

 

Jetzt aber zu der letzten Woche:

Mittwoch war ich mal wieder in der Stadt, um etwas anderes zu sehen als immer nur die gleichen vier Wände.

Dort bummelte ich ein wenig durch die Gegend, trank eine heiße Schokolade und saß ansonsten in der Sonne.

In der Bücherei war ich auch noch, sowie eine Packung M&Ms kaufen. Irgendwie werde ich langsam süchtig nach den Teilen, auch wenn sie ziemlich teuer sind... ;-)

Um halb 12 (oder war es ‚half 12’, also eine Stunde später?) nahm mich dann Padraig, der David zu der Zeit abholte, wieder mit nach Hause.

Dort wars dann wieder so wie immer, ich habs ja glaub ich schon mal erzählt, was ich Nachmittags so mache...

Donnerstag war ich Vormittags ein wenig spazieren, wobei ich ja sagen muss, dass ich durch das Trampolin auch so ziemlich viel Bewegung habe, denn jedesmal wenn ich mit David oder Darren oder beiden draußen bin, endet es darin, dass wir auf dem Trampolin hüpfen – es ist aber auch ein tolles Teil!

Wenn ich mal einen eigenen Garten habe, will ich auch sowas *g*

In der Zeit, in der ich mit David allein war, räumten wir zusammen den ‚playroom’ auf. David half sogar erstaunlich gut mit, auch wenn ich natürlich den größten Teil machte. Seine Aufgabe bestand darin, alles was ich ihm reichte in große Boxen zu tun und am Schluss eins seiner Spiele, das über den halben Raum verteilt war, zusammen zu suchen, was er dann nicht mehr tun wollte, aber mit etwas Geduld klappte es dann doch.

Abends war ich dann noch mit Jackie den Großeinkauf erledigen. Dass ich mit war, lag daran, dass ich am Wochenende backen wollte und nicht ganz sicher war, ob ich die Zutatenliste richtig übersetzt habe – wie sich herausstellte, war prompt etwas falsch, hier zumindest heißt Quark auf englisch nämlich nicht ‚curd’, sondern ‚cottage Cheese’. Lemon curd ist etwas Marmeladenähnliches.

Freitag ‚mind’ete ich David dann Abends, weil der Rest der Familie bei Jackies Eltern auf dem Bauernhof war, da Jackies Mutter für eine Woche weg gewesen war und nicht in totales Chaos heimkommen sollte, ihr Vater tut nämlich absolut nichts im Haushalt.

David zu Babysitten ist ziemlich einfach, wir aßen zusammen zu Abend (ich Curry, er Toast und Würstchen) und dann fingen wir an eine DVD (‚finding Nemo&rsquo zu schauen, aber gegen 8 Uhr war er so müde, dass ich ihn in seinen Pyjama steckte, ihm die Zähne putzte und ihn dann ins Bett steckte, wo er auch innerhalb kürzester Zeit einschlief.

Danach guckte ich die DVD alleine zuende und las dann noch etwas im Wohnzimmer, da man von dort aus besser hört, falls etwas oben sein sollte.

Samstag Mittag fuhr ich dann zusammen mit Jackie nach Clon, wo ich 2 DVDs auslieh und ihr dann half noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen.

Nach dem Lunch fuhr Darren dann zu einem Geburtstag, von dem aus er direkt zu Tristan, seinem besten Freund, weiterfahren würde.

Währenddessen backte ich einen Käsekuchen, wobei ich, wie ich im Nachhinein feststellte, zu viel Vanillepuddingpulver nahm, welches es hier nicht wie zu Hause in Tütchen gibt, sondern in einer großen Dose. Vanillezucker gibt es hier überigens überhaupt nicht, das heißt ich muss mir vor Weihnachten, wenn ich Plätzchen backen will, entweder was einfallen lassen, oder mir Vanillezucker schicken lassen... Aber ich glaube ich werde einfach Vanillearoma nehmen, das wird schon hinhauen...

Später waren Jackie, David und ich noch Theresa, Jackies Mutter, in Bandon abholen, die von ihrem Urlaub wiederkam.

Wieder zu Hause zog sich Jackie dann um, während David und ich zu Abend aßen und dann gingen sie und Padraig essen, sodass ich wieder mit ihm alleine war.

Obwohl er sehr begeistert von ‚over the hedge’, eine der beiden DVDs, die ich ausgeliehen hatte, war, gab er mir schon so gegen halb 8 zu verstehen, dass er müde sei und so gings dann ab ins Bett.

Alleine schaute ich dann noch X-Men 3 und las dann noch etwas, bis Darren zwischen halb und viertel vor 10 nach Hause gebracht wurde und mir ganz begeistert von der Geburtstagsfeier, wo sie eine Hüpfburg gehabt haben und dem anschließenden Besuch bei Tristan erzählte.

Dessen Familie besitzt ein Boot, mit dem sie auf dem Meer angeln waren und Darren fing den größten Fisch, den er dann zum Abendessen aß und ganz toll fand... Und später banden er und Tristan ein Go-kart an sein Fahrrad und zogen es. Und das alles wurde mir in soo einem Ton der Begeisterung erzählt *g*

Zu meiner Überraschung putzte er sich anstandslos die Zähne und zog sich um, als ich ihm das sagte.

Danach erlaubte ich ihm noch auf seine Eltern zu warten, weil ja Wochenende war. Eine Stunde später als er kamen sie dann auch wieder und kurz darauf gingen wir alle schlafen.

 

Sonntag fuhren wir dann alle zusammen zu einer Bucht in der Nähe von Skiberren (ich glaub zumindest, dass man die Stadt so schreibt), die wunderschön war, mit kristallklarem Wasser und umgeben von bewaldeten Hügeln.

Dort picknickten wir und Darren wollte unbedingt schwimmen gehen, was aber unmöglich war, da 1. das Wasser zu kalt war und 2. wir keine Schwimmsachen bei hatten.

Nach dem Picknick gingen wir etwas im Wald spazieren, was sich als ziemlich anstrengend herausstellte, da er – wie schon erwähnt – sich über mehrere Hügel erstreckte, was bedeutete, dass der Weg ein ständiges auf–und–ab war.

Wir gingen auch nicht den ganzen Weg, sondern kehrten nach einer Weile um, wobei Davids Beine nicht mehr mitmachten, sodass wir ihn abwechselnd trugen. Ich will allerdings gar nicht wissen, was er mit meinen Haaren anstellte, als ich ihn auf den Schultern hatte, vermutlich hatte er nämlich einen Teil des Ponys im Mund *sich schüttel* Und ausgerissen hat er mir bestimmt auch welche. Also Haare meine ich...

Wieder auf ‚ebener’ Erde stiegen wir ins Auto und fuhren zu einem Pub, aber einen anderen Weg als den, den wir gekommen sind, was schon reichte um micht total zu verwirren. Sie haben hier auch kaum Straßenschilder und Padraig scheint alle Wege hier im County auswendig zu kennen.

Nachdem wir etwas getrunken haben, ging es dann weiter zum Bauernhof von Jackies Eltern, denn in der Nacht war ein Kalb geboren worden, das natürlich bewundert werden musste.

Dort aßen wir dann auch zu Abend und es war schon dunkel, als wir wieder zu Hause ankamen, weshalb die beiden Jungs direkt ins Bett geschickt wurden, schließlich war Montag Schule.

Müde vom ganzen durch die Gegend laufen und der Seeluft ging ich dann auch ziemlich zeitig schlafen.

Trotzdem waren wir alle am nächsten Morgen ‚hanging tired’ und Darren versuchte mal wieder durch diskutieren der Schule zu entgehen, was natürlich nicht klappte.

Als er nachmittags dann wieder kam, sagte er, dass er keine Hausaufgaben auf habe weil die Schulmannschaft ein Spiel gewonnen hat, wobei allerdings in seinem Heft trotzdem Aufgaben standen, sodass ich nicht wusste, was ich machen sollte, was ich ihm auch sagte, was er natürlich so verstand, dass ich ihm nicht glaubte.

Zum Glück hatte Padraig schon früh aus und er entschied dann, dass er die Aufgaben nicht machen muss – für soetwas muss ich halt immer auf meine Gasteltern warten, da ich das einfach nicht alleine entscheiden kann und wenn Darren noch so beteuert, dass es stimmt...

Später war ich dann noch mit Darren draußen, wobei wir David lieber drinnen ließen, weil er sich ganz warm anfühlte, so als ob er Fieber hätte.

Nach dem Abendessen war ich dann noch etwas mit Jackie zusammen spazieren und danach lernte ich die Freundin von Jackie kennen, die am Wochenende hier schlafen würde.

Von Donnerstag bis Samstag Abend sind meine Gasteltern nämlich auf einer Hochzeit, ich glaub in der Nähe von Dublin und falls Nachts etwas sein sollte und einer der Jungs irgendwie zum Arzt muss oder so, schläft Ann halt hier.

Sie ist eigentlich ganz nett, auch wenn sie mich vom Aussehen her ein wenig an Frau Laurent, ähm, Schauerte erinnert.

 

Heute ging Darren nicht zur Schule, da er und sein Vater zu einer Farmausstellung oder so etwas ähnlichem gefahren sind, das ein gutes Stück weit weg von hier stattfindet.

Da Jackie jeden Morgen Probleme hat, pünktlich zur Arbeit zu kommen, da die Lehrerin, die auf David acht gibt, immer erst um 9 zur Schule kommt und Jackie zu dieser Uhrzeit schon bei ihrer Schule sein sollte, nahm sie mich heute morgen mit und ich gab dann auf David acht, bis Claire, so heißt sie, auftauchte.

Bis zu Jackies Kaffeepause, in der sie mich nach Hause fuhr, bummelte ich etwas durch die Stadt und kaufte richtig tolle Stiefel – natürlich schwarz ;-)

Naja und jetzt sitze ich halt hier in meinem Zimmer und in einer halben Stunde wird Jackie David hierher bringen, sodass ich wieder ‚im Dienst’ bin.

Heute abend habe ich dann meine erste Stunden Irisch – ich bin mal sehr gespannt wie’s wird...

23.9.08 13:39


13.09.2008

Es geht mir nicht gut im moment... *sfz* überhaupt nicht.

Also nicht körperlich oder so, vielmehr habe ich Heimweh nach euch...

Das hängt damit zusammen, dass ich mich gestern mit Jule und zwei anderen Au-pairs getroffen habe und sie überhaupt nicht mein Typ sind.

Wir waren in nem Pub was trinken und jede Menge quatschen. Am Anfang war halt so kennenlernen Gerede, so was wie ‚wie lange bist du hier?’ und ähnliches.

Das eine Mädchen, Isabell, ist schon ein halbes Jahr hier und wird auch in zwei Wochen nach Hause fahren. Das andere Mädchen heißt auch Katharina und sie und Jule verstehen sich super.

Naja, und ich habe mich halt etwas überflüssig gefühlt... Vor allem als das Gesprächsthema auf so Sachen wie abends weggehen (was ich nicht oft mache) und später Fernsehserien ging. Selbst als über Bücher gesprochen wurde, fühlte ich mich außen vor, weil – ach, ich weiß auch nicht...

Ich bin einfach nicht auf einer Wellenlänge mit ihnen, ich weiß auch nicht recht warum, vielleicht weil ich mich neben Kathi und Jule immer wie das 5. Rad am Wagen fühlen würde. Oder weil mir Kathi einfach etwas zu sehr von sich selbst überzeugt ist? Keine Ahnung, wirklich nicht.

 

16.09.08

Als der Pub so gegen 1 zu machte, brachte mich Kathi, die ein Auto hat, noch nach Hause, genau wie die beiden anderen und da Jackie ihnen angeboten hatte hier noch nen Kaffee oder Tee zu trinken, kamen sie noch mit rein. Hier kam mir der Unterschied, beziehungsweise die Tatsache, dass es einfach nicht passt, noch stärker zu Bewusstsein.

Trotzdem fragte ich, ob ich Samstag mit nach Cork kommen könnte, dorthin wollten Kathi und Jule nämlich zu shoppen fahren. Nicht dass ich etwas gebraucht hätte, mir war einfach nach etwas Abwechslung und es hätte ja eventuell nach einer Gewöhnungszeit besser mit ihnen klappen können.

Naja, am nächsten Morgen, also an dem Tag, an dem ich diesen Eintrag angefangen habe, wartete ich auf eine Meldung von einer von beiden, denn beim verabschieden hatten wir eigentlich gesagt, dass sie sich melden, sobald sie eine Uhrzeit zum losfahren wissen. Gegen 11 glaub ich rief Jule dann an um zu fragen, ob ich denn jetzt nicht mehr mit möchte, weil ich mich ja nicht gemeldet habe und dass sie gleich von Kathi abgeholt wird.

Doch, doch, ich möchte noch mit und wann ich wo sein solle, fragte ich sie dann, woraufhin sie meinte, dass ich wohl besser Kathi fragen solle... Dieser schickte ich dann eine sms, worauf ich erst mal keine Antwort bekam. Etwas später kam dann eine sms von Jule:

‚Hey Katharina wärste sehr traurig, wenn wir doch alleine fahren? Kommt jetzt sicher überraschend aber wir haben jetzt schon so zu zweit geplant tut uns leid’

Hei, wow, als ob sie das nicht schon hätte sagen können, als wir telefoniert haben, ich hab ja bloß meine Sachen gepackt und mich fertig gemacht... *ironischer Tonfall*

Boah, ich hasse sowas! Wenn sie mich nicht dabei haben wollen, dann können sie das auch direkt sagen, es wird mich bestimmt nicht umbringen... *kopfschüttel* stattdessen dann so etwas... Ich glaub nicht, dass ich noch mal was mit ihnen machen werde...

Naja, Samstag vormittag war ich dann ziemlich down, so Enttäuschung und so, wie man hier am Anfang ja sieht.

Nachmittags ging es mir dann schon wieder besser – ich hab mit David zusammen ‚Step up 2 the streets’ geguckt, während Padraig auf einer Fortbildung und Darren und Jackie in der Stadt waren.

Sonntag waren wir nachmittags (weil Padraig vormittags arbeiten musste) schwimmen in Bandon. War ziemlich lustig, auch wenn wir am Schluss etwas Schwierigkeiten hatten David wieder aus dem Wasser zu bekommen, ist einfach eine kleine Wasserratte *smile*

Abends war noch eine Freundin von Jackie da, Tracy, die mit auf die beiden Jungen acht geben würde, wenn Jackie und Padraig Mitte Oktober auf eine Hochzeit gehen würden. Tracy machte einen ziemlich netten Eindruck und ist sehr hübsch. Ich weiß, tolle Beschreibung *g*

Gestern, also Montag, war wieder ein normaler Schultag, sodass ich Vormittags frei hatte, abgesehen von so kleineren Sachen, und Nachmittags auf die beiden Jungs acht gab.

Da ich ein gutes Buch hatte, zog sich der Vormittag jetzt nicht so, aber ich glaube trotzdem, dass ich mir irgendwas zu tun suchen muss.

Dazu kommt noch das Gefühl, dass ich einfach verdumme, weil ich ja nichts lerne. Vielleicht mach ich mir meinen eigenen Stundenplan... Mal schauen. Lisa will mir ja auch noch versuchen übers I-net Latein bei zu bringen, muss sie mal wieder drauf ansprechen (was hiermit evtl. passiert ist )

Abends fuhr mich Jackie dann zum Clonakilty Community College, wo ich mich für einen Abendkurs Irisch anmeldete. Auf dem Parkplatz schaffte ich es außerdem meine Ohr mit der Autotür zu erwischen, als ich diese schließen wollte und seitdem tut es trotz kühlen und Salbe weh :-(

Naja, jetzt werde ich jedenfalls ab nächsten Dienstag 10 mal Dienstags Irisch lernen – ich bin mal gespannt...

Außerdem hat Felix seit gestern abend einen Rivalen, der totaaaal süß ist und gar nicht mehr aufhören wollte mich zu küssen... dass er erst 6 ist, ist ja nicht so wichtig, oder? *g*

16.9.08 20:21


Das Leben ist eins der seltsamsten...

Ich weiß gar nicht, woher ich das habe, es hört sich so nach Zitat an...

Aber es stimmt.

Wie ich zu dieser tollen Erkenntnis komme? Das liegt daran, dass ich es jetzt fürs Kindergeld nicht mehr nötig habe einen Sprachkurs zu finden und jetzt stoße ich natürlich prompt auf einen...

 

Jetzt aber zu den letzten Tagen:

Montag und Dienstag hatte Padraig noch mal frei, um Darren und David zur Schule fahren, beziehungsweise abholen zu können. Da er dadurch morgens auch die Zeit hatte zu helfen die beiden fertig zu machen, kam ich mir ziemlich unnötig vor.

Bis auf ein bisschen aufräumen hatte ich auch den Rest des Vormittags nichts zu tun.

Mittags war außer mir nur Jackie zu Hause, da Padraig und David bei einer Physiotherapeutin (ich hoffe man schreibt das so) waren und erst gegen 2 Uhr nachmittag wiederkamen.

Also habe ich die Zeit dann damit verbracht, zu lesen und Computer zu spielen.

Als Jackie gegen halb 5 endültig nach Hause kam, brachte sie Juliane mit, das Au-pair Mädchen mit dem ich Sonntag telefoniert habe und mit der ich nach Cork fahren würde.

Sie ist wirklich sehr nett und redet sehr viel, ganz im Gegenteil zu dem anderen Au-pair, das ich ganz am Anfang getroffen hatte.

David war ganz verwirrt als sie hereinkam und schaute mit großen Augen zwischen mir und ihr hin und her *g*

Später beim Abendessen meinte er dann auch sich aufspielen zu müssen, was von Padraig sehr schnell wieder unterbunden wurde.

Nach dem Essen fuhr uns Jackie zur Bushaltestelle in Clon, von wo aus wir den Bus nach Cork nahmen. Eine Stunde dauerte die Fahrt und wir stellten fest, dass wir bestimmt nicht regelmäßig nach Cork fahren würden.

Abgesehen von der Länge war die Busfahrt aber recht angenehm, wir haben uns eigentlich über alles mögliche unterhalten – von unseren Familien bis hin zu Religion *g*

In Cork City hatte wir schwierigkeiten das Café in dem das Au-pair Treffen stattfinden sollte zu finden und mussten erst einmal gut 20 Minuten suchen, bis uns auffiel, dass wir schon 3 mal dran vorbeigelaufen sind ohne es zu bemerken, da der Name nur auf der Fensterscheibe stand und nicht irgendwie noch ein Schild darauf hinwies.

Obwohl wir immer noch etwas früh waren, war es schon ziemlich voll, aber soweit wir feststellen konnten waren eigentlich nur Mädchen aus Cork City da, die, die am nächsten an uns dran wohnten, waren immer noch in Bandon, eine halbe Stunde mit dem Bus entfernt.

Die Frau von der Agency hier in Irland kam etwas später und der einzige Weg, in dem sie sich um uns kümmerte, war zu fragen, ob jemand eine Bescheinigung wegen Kindergeld braucht. Mit dieser Bescheinigung, die ich Montag oder so zugeschickt bekomme, ist es jetzt nicht mehr so dringend, dass ich einen Sprachkurs finde, auch wenn ich mir trotzdem einen suchen werde.

Schon allein um hier mehr Leute kennen zu lernen.

Und weil ich gerne Irisch können würde.

Für die Rückfahrt hatten wir entweder die Möglichkeit einen Bus um viertel nach acht zu nehmen oder einen um viertel vor elf, der aber nur bis Bandon fahren würde, wo uns dann mein Gastvater abholen würde. Der Nachteil bei dem früheren Bus war, dass das Treffen offiziell bis zu der Abfahrtsuhrzeit gehen würde, aber wir entschieden uns dann früher zu gehen, weil es ja keinen Sinn hatte großartig Kontakt zu den ‚Stadtau-pairs’ auf zu nehmen, da man sich so selten sehen kann.

Mit ein wenig Beeilung schafften wir es dann auch noch den Bus zu erwischen und der Busfahrer war sogar so nett, statt einem erneuten Ticket für 11,50 unsere alten Tickets für 3,80 in ‚returntickets’ um zu wandeln.

Auf der Rückfahrt überlegten wir, uns vielleicht in Clonakilty oder Umgebung mit den anderen Au-pairs die Juliane schon kennt regelmäßig zu treffen, da die Au-pairs letztes Jahr das auch so gemacht hatten und es ganz gut funktioniert hat.

Das heißt jetzt natürlich nicht, dass ich keine Leute von ‚hier’ kennen lernen möchte.

 

Gestern dann konnte ich ausschlafen, weil Padraig, wie schon erwähnt, zu Hause war und morgens geholfen hat.

Ab Mittags hatte ich dann wieder einen ‚normalen’ Tagesablauf, mit bügeln, auf David aufpassen und Kartoffeln waschen

 

Naja, und heute war bisher eigentlich auch alles Routine, so mit vormittags eigentlich frei, nur staubsaugen und Wäsche in den Trockner schmeißen.

Da ich hier viel zu wenig Bewegung habe, wollte ich eigentlich ne Stunde Fahrrad fahren, das bisschen Nieselregen, das schon den ganzen Tag viel ignorierte ich einfach mal, aber kaum dass ich 5 bis 10 Minuten unterwegs war, fing es an wie aus Kübeln zu schütten - ‚it was raining cats and dogs’

Als ich merkte, dass es damit erst mal nicht mehr aufhören würde, drehte ich um, aber trotzdem war ich bis auf die Haut durchnässt, bis ich wieder ins Trockene kam.

Außerdem hatte ich den Einfall, das Community College einfach mal an zu schreiben und zu fragen, ob sie Irischkurse anbieten und innerhalb einer Stunde hatte ich die Antwort, dass sie das tun und einen Kursplan. Wie gesagt, kaum ist der Druck weg, klappt alles...

 

Ich hatte Jackie morgens so verstanden, dass sie David Mittags mit nach Hause bringen würde, also dass sie so gegen 1 Uhr da sein würden, weshalb ich dann etwas überrascht war, als Jackies Mutter ihn um viertel nach 12 brachte, aber später wurde mir gesagt, dass das erst ab morgen gilt.

Am frühen Nachmittag hatte auch Padraig schon Arbeitsschluss, sodass er mit dem erfreuten Darren Hausaufgaben machen konnte. Also natürlich war Darren nicht über die Hausaufgaben erfreut, sondern darüber, dass sein Vater sie mit ihm machte

Später waren wir dann noch mal zu dritt (Darren, Padraig und ich) in Clon, in der Bücherei und kurz noch was einkaufen.

 

Während wir weg waren hatte wohl Juliane (Jule) angerufen und als sie später nochmal anrief verabredeten wir uns für später abends in Clon.

Wie sie mir später erzählte, als wir in Clon rumliefen, hatte sie einen schlechten Tag, weil eins ‚ihrer’ Kinder total am durchdrehen war und dann noch das ‚tolle’ Wetter und so alles zusammen.

Da hatte sie Maria, ihre Gastmutter, gedrängt aus zu gehen, weshalb sie dann angerufen hatte.

Was ich etwas seltsam zu erfahren fand, war dass Jackie sich wohl Sorgen darüber gemacht hat, dass ich im Prinzip nur mit ‚meiner’ Familie bisher was gemacht habe und ob ich mich dann überhaupt wohl fühle...

Außer durch die Straßen zu laufen waren wir später auch noch in einem Pub, der aber sehr leer war – am Anfang außer uns nur ein alter Herr und am Ende 4 Leute...

Irgendwie neigen wir zu komischen Gesprächen, diesmal haben wir uns u.a. über Geschichtsthemen wie zum Beispiel die Befreiungskriege oder die französische Revolution unterhalten *g*

Natürlich habe wir auch über normale Sachen gesprochen, zum Beispiel dass wir eventuell mit einem anderen Au-pair am Samstag nach Cork fahren könnten, zum shoppen, bzw. bummeln.

16.9.08 20:17


Die letzte Woche

Ja, ich weiß, die Abstände in denen ich schreibe werden immer länger. Das liegt wohl daran, dass ich mich schwer tue abends noch etwas zu schreiben, wenn ich ‚Feierabend’ habe.

Dass ich mich nur zu leicht ablenken lasse, trägt auch noch dazu bei, vor allem wenn mein icq an und andere Leute on sind. Und wenn diese off gehen, gehe ich meistens auch schlafen.

 

So, jetzt aber wirklich zum Bericht der letzten Woche. Über welchen Tag habe ich als letztes geschrieben? Ah, ich seh schon, Freitag.

Samstag war ‚meine’ Familie in einem großen Tierpark, während ich zu Hause blieb. Dies lag nicht etwa daran, dass die Stimmung irgendwie total niedergeschlagen gewesen wäre, sondern daran, dass ich einfach etwas Ruhe wollte/ brauchte.

Deshalb blieb ich allein zurück, räumte etwas auf, wusch meine Wäsche und guckte später ‚Edward Scissorhands’. Den Film werden wohl alle kennen, oder? Ich kannte ihn nicht, aber ich kenne ja kaum Filme ;-)

Seeehr süß und traurig muss ich sagen, auch wenn ich irgendwie mehr Musik erwartet hätte – es ist schließlich ein Tim-Burton-Film.

Danach hatte ich nichts mehr zu tun und prompt erwischte mich das Heimweh *sfz* Vor allem, weil auch kein Mensch bei icq on war, alle waren auf den Din-Tagen oder sonst wo... Aber ich habe es überlebt, wie man merkt.

Am nächsten Tag war ich dann schlauer und fuhr mit zum Wald, wo wir spazieren gingen und picknickten. Anschließend gingen wir noch in Rosscaberry in einen Pub, wo David versuchte jede Menge Unsinn anzustellen, was aber alles von uns drei Erwachsenen vereitelt wurde *g*

Auf dem Weg nach Hause holten wir dann Pizza und Pommes (habe ich schon erwähnt, dass sie hier echt Essig auf Pommes machen? Bäääääh!), die es zum Abendessen gab.

Das war der letzte Tag der Ferien für die beiden ‚Monkeys’, wie Jackie sie manchmal nennt, gewesen, das heißt auch der letzte Tag zum ausschlafen außer am normalen Wochenende.

Montag morgen wurde dann um 8 Uhr gefrühstückt, mit den beiden Jungs noch im Schlafanzug.

Da Padraig (inzwischen habe ich es sogar drauf, den Namen richtig aus zu sprechen, nämlich wirklich ‚Padrig’, mit einem a und keinem ä oder so etwas...) sich Davids ersten beiden Schultage frei genommen hatte, hatte ich außer Tisch abräumen eigentlich nichts zu tun, da er sich darum kümmerte, dass David in seine Uniform kam.

Ist schon irgendwie seltsam, dass sie hier alle Schuluniformen tragen. Und die sieht vor allem an so kleinen Kindern extrem niedlich aus, mit Hemd und Krawatte. Keine richtige Krawatte, die man mit einem Krawattenknoten binden müsste, sie sieht nur so aus, ist aber mit einem Gummiband fixiert, also nicht so gewöhnungsbedürftig wie eine richtige.

Darren hasst sie trotzdem.

Aber er hasst Schule generell.

Entgegen aller Befürchtungen ließ sich David die Uniform ohne Probleme anziehen, die Krawatte findet er sogar richtig toll. Sein erster Schultag – Jackie hatte Tränen in den Augen, vor Rührung und weil sie daran denken musste, wie ihr nach seiner Geburt gesagt worden war, dass er eventuell so stark behindert ist, dass er noch nicht mal gehen kann und weil er jetzt auf eine normale Schule geht... Und teils weil es einfach die Aufgabe einer Mutter ist, bei so etwas zu weinen.

Nach ein paar Fotos mit den beiden Jungs, wobei Darren auf mindestens einem sehr grimmig guck, fuhren sie dann gegen halb 8, ähm 8:30 ab. In Irland sind diese beiden Uhrzeiten das gleiche, weil viele Leute das ‚past’ bei ‚half past eight’ weglassen.

Ich räumte dann nur zuende auf und hatte dann frei, bis Padraig um 12:30 mit David wiederkam. Eigentlich hatte dieser schon eine Stunde früher aus gehabt, aber er wurde erst noch den beiden Großmüttern ‚präsentiert’.

Als David dann jedenfalls da war, hieß es erst einmal raus aus der Uniform, damit sie bloß nicht dreckig wird, was bei Daivy seeeehr schnell passiert.

Müde von der Schule war er recht leicht zu ‚handhaben’, um genau zu sein saß er die meiste Zeit vor dem Fernseher, abgesehen von der Zeit, in der wir zu Mittag aßen, mit Padraig und Jackie, die in ihrer Pause immer nach Hause kommt.

Gegen viertel nach drei kam dann auch Darren nach Hause, bekam etwas zu Essen und schaute fern.

Ich musste eigentlich kaum etwas tun, da Padraig sich eigentlich um mehr oder weniger alles kümmerte.

So gegen halb 5 kam dann Jackie von der Arbeit nach Hause und ich hatte frei.

Natürlich habe ich dann noch zu Abend mit ihnen gegessen und ein wenig mit Jackie und Padraig gequatscht.

Dieser Ablauf war jetzt praktisch der Standard, wenn nicht irgendwas ungewöhnliches geschieht (wie zum Beispiel Ferien) läuft es immer so ab, nur dass Padraig halt nicht vor Nachmittags da ist.

Am Dienstag bat mich Jackie vormittags ein wenig zu bügeln – ja, da ist das bügeln, du hattest ja recht Charly *g* aber ich habe es ganz zufriedenstellend hinter mich gebracht, es war ja auch nicht wirklich viel.

Über die anderen Vormittage verteilt habe ich dann auch noch gestaubsaugt, das Spielzimmer aufgeräumt und die Betten der beiden Jungs frisch bezogen.

Ach ja, und Donnerstag vormittag war ich in der Stadt während David in der Schule war, also Jackie hat mich mit hingenommen, als sie die Jungs zur Schule gebracht hat und später wurde ich von ihrer Mutter wieder mit zurück genommen, die auch David nach Hause brachte.

In Clon habe ich mir eine CD von ‚The Pogues’ gekauft, die mir empfohlen wurden, als ich nach Musik in der Richtung der Dropkick Murphys gefragt habe, also irischem Punk.

Mit der CD die ich bekommen habe, bin ich sehr zufrieden. Eventuell könnte man ‚Fairytales of New York’ kennen.

 

Abends rief ich auch noch zu Hause an, da Charly ja Geburtstag hatte. Schon seltsam mal wieder deutsch zu sprechen, sonst habe ich ja höchstens auf deutsch geschrieben...

Am Samstag genoss ich es erst einmal ausschlafen zu können, räumte dann ein bisschen auf und war dann noch mal ein wenig in der Stadt bummeln, während Jackie beim Friseur war.

Nachmittags schien draußen die Sonne, sodass ich mich zu Darren und David auf dem Trampolin gesellte und stundenlang auf und ab hüpfte, jedesmal wenn ich aufhören wollte, von einem ‚bounce me, come on, pleeeeease’ zum bleiben bewegt.

Ursprünglich wollten Jackie und Padraig abends etwas zu zweit trinken gehen, aber Padraigs Mutter rief an und fragte ihn, ob er vielleicht abends auf seinen Vater acht geben könnte und natürlich konnte er nicht ‚nein’ sagen.

Im Nachhinein war ich ganz froh darüber, da ich, wahrscheinlich vom ganzen Hüpfen, leichte Kopfschmerzen hatte und so schon gegen 9 ins Bett gehen konnte.

12 Stunden später stand ich dann wieder auf und es war Sonntag, also heute – welch eine Überraschung *g*

Vormittags rief ein Au-pair Mädchen von einer mit Jackie befreundeten Familie an, mit der ich morgen nach Cork zu dem Au-pair-Treffen fahren werde. Wir haben einige Zeit gequatscht und sie klingt sehr sympathisch, mal schauen wie es wird, sie morgen ‚face to face’ zu sehen.

Später fuhren wir dann nach Cork, bzw. zu einer Mall ein wenig außerhalb, wo die drei ‚Jungen’ ind Kino gingen (Hellboy), Jackie nach Kleidung guckte und ich mein Geld für ein Buch (The awakened Mage, ein Fantasyroman) und eine DVD (X-Men) ausgab.

Auf dem Rückweg war ich trotz 12 Stunden Schlaf seltsamerweise am gähnen und etwas angenervt von David, der die ganze Zeit rumkasperte.

Naja und jetzt sitze ich halt hier vor meinem Laptop, schreibe mit Felix und das hier.

Schon komisch, übermorgen bin ich einen Monat hier...

Ich bin mal gespannt auf morgen. Vielleicht hat Vivien, die Leiterin der Au-pair-agency hier auch eine Lösung für mein Sprachschulenproblem...

7.9.08 22:01


Things don’t look good at the moment...

 

Warum? Weil Padraig die Stelle nicht bekommen hat. Welche Stelle, werdet ihr jetzt fragen, ich hab doch nie über eine Stelle geschrieben.

Ja, das stimmt, warum nicht? Ich weiß nicht, war halt nicht aktuell *schulterzuck*

Bei der Firma, wo Padraig arbeitet wurde über Festanstellungen und Kündigungen gesprochen, vorher hatten sie auch Leute mit befristeten Anstellungen, immer auf Jahresbasis, glaube ich.

Padraig gehörte halt auch zu den Leuten, um die es bei der Entscheidung ging.

Tja, wie ich schon oben erwähnt habe – er hat keinen festen Vertag. Einen Monat ist er jetzt noch angestellt, für danach muss er sich etwas anderes suchen.

Wie es aussieht wird er dann ins Ausland gehen, da die Arbeitsmarktlage hier wohl sehr schlecht ist – wie eigentlich fast überall in Westeuropa, so wie ich das mitbekommen habe. Wohin er dann geht weiß noch niemand, Jackies Bruder, Raymond, arbeitet immer einen Monat im Ausland – Norwegen und/ oder Kanada, so wie ich das mitbekommen habe – und ist dann 2 Wochen zu Hause.

Meine Gasteltern hoffen, dass Padraig eine Stelle findet, bei der er immer 2 Wochen weg, 2 Wochen da ist.

Neben Jackie, die eine Zusage eigentlich schon fest erwartet hat und dann bei der Absage vor enttäuschung geweint hat, wird es besonders Darren hart treffen, sein Dad ist sein Held und ihn dann so oft nicht zu sehen...

Noch ist Darren bei Raymond, bei dem er auch von gestern auf heute übernachtet hat, aber bald kommt er nach Hause und dann werden ihm das seine Eltern erst noch beibringen müssen.

David ist zu klein, bzw. geistig zu jung, um davon beeinflußt zu werden, er hat wohl gerade mal die gedrückte Stimmung, die hier jetzt herrscht, mitbekommen.

Und Padraig? Padraig versucht das ganze auf die leichte Schulter zu nehmen, was aber natürlich nicht sonderlich gut funktioniert, trotzdem ist er mehr ironisch als bitter.

Jedenfalls war es die Situation, die ich vorfand, als ich wiederkam.

Heute bin ich nämlich mit dem Fahrrad nach Clon gefahren, 20 – 30 Minuten – Jackie sagte später, wenn ich nur so kurz brauche, muss ich ziemlich schnell gefahren sein, aber gegenüber meinem sonstigen Tempo bin ich mehr geschlichen, da ich es einfach nicht mehr gewohnt bin Fahrrad zu fahren, was ein sehr erschreckender Gedanke ist.

Ich war da in der Bücherei und im Supermarkt (etwas süßes braucht die Kathi, auch wenn es keine vernünftigen Schokoladentafeln gibt...), nichts besonderes, aber ich habe es genossen, mal wieder alleine unterwegs zu sein, unabhängig von anderen, manchmal brauch ich das einfach, und als ich dann wieder nach Hause kam...

Die Entscheidung sollte eigentlich schon vor 3 Wochen, also in der ersten Woche, die ich hier war, getroffen werden, aber der Arbeitgeber hat es immer wieder aufgeschoben.

Und auch heute hat Padraig nicht vor halb vier bescheid bekommen, wobei mit jeder Stunde wo es ungewiss war, die Hoffnungen natürlich gestiegen sind. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn man arbeiten geht und eigentlich nur die ganze Zeit auf einen Bescheid wartet...

Wie es jetzt weitergeht, man wird sehen...

29.8.08 21:38


Auch hier gibt es Sommertage...

Ja, kaum zu glauben, aber wahr – heute hatte man richtig das Gefühl dass es Sommer ist, mit Temperaturen bis zu 21, 22°C.

Allerdings trat das erst nachmittags ein. vormittags war es bewölkt, so wie immer in den letzten Tagen.

Schön ruhig war es außerdem, zumindest im Hause Keohane, was wohl daran lag, dass Darren nicht da war. Wenn er nämlich da ist, ist es nie ruhig und wenn er ein Buch lesend auf dem Sofa sitzt.

Da ich aus einem Mangel an Hellsicht nicht in die Zukunft blicken kann, war ich mit David spazieren, damit dieser zumindest etwas frische Luft bekommt.

Später, als die Wolken aufrissen, gingen wir dann wieder raus, auf dem Trampolin, das sie im Garten haben, herumspringen, schaukeln und mit Sina, der Labradorhündin spielen.

Als Jackie dann gehen halb 5, 5 wieder von ihrer Arbeit zurück war, fuhren wir zum Strand, der echt richtig schön ist und auch recht voll war.

Während Jackie mit David durchs flache Wasser watete, blieb ich auf dem trockenen Sand, da ich im Gegensatz zu ihnen keine Sandalen an und auch keine Lust meine Turnschuhe aus zu ziehen hatte.

David ist fasziniert von Wasser und so war es ein kleiner Kampf ihn am Ende wieder aus dem Meer zu bekommen.

Abends unterhielt ich mich nach dem Abendessen noch sehr nett mit meinen Gasteltern, die sehr lustige, durch Alkohol beeinflußte Geschichten zu erzählen hatten. Auf das Thema sind wir gekommen, weil ich das Angebot von Wein ausgeschlagen hatte und Jackie daraufhin feststellte, dass ich wohl generell kaum trinke.

28.8.08 21:35


 [eine Seite weiter]
Kategorien - Startseite - Über...- Gästebuch - Archiv - Design by
Gratis bloggen bei
myblog.de